Kartoffel-Unverträglichkeit – Können Kartoffeln Bauchschmerzen verursachen?
ine Allergie gegenüber gekochten Kartoffeln ist eher selten. Die meisten Menschen, die gegen Kartoffeln allergisch sind, reagieren dabei auf die ätherischen Öle in der Knolle. Diese werden beim Kochen zerstört. Selbst Allergiker können deshalb Kartoffeln in gekochtem Zustand zu sich nehmen.
Das Allergen wird zerstört, indem du die Kartoffel über 100 Grad erhitzt. Der allergieauslösende Stoff wird dadurch beschädigt und du kannst die Knolle dadurch dann selbst als Allergiker verzehren.
Was ist eine Kreuzallergie?
Viele Menschen, die einer Kartoffel Unverträglichkeit leiden, sind außerdem von Unverträglichkeiten oder Allergien gegenüber anderen Lebensmitteln betroffen. Meistens gehören die Lebensmittel derselben Familie an. Das bedeutet, Menschen, die allergisch oder unverträglich auf die braune Knolle reagieren, reagieren möglicherweise mit denselben Symptomen auf Tomaten.
Gemüse und Obst aus derselben Familie beinhaltet meistens die gleichen Proteine. Eine häufig ausgelöste Kreuzallergie im Zusammenhang mit Kartoffeln ist die Allergie gegen Birkenpollen.
Grundsätzlich gilt außerdem, dass Allergiker anfälliger sind. Kreuzreaktionen, die in Zusammenhang mit der Kartoffel ausgelöst werden können, sind neben den Birkenpollen auch Allergien gegen Haselnüsse oder Latex.
Leidest du im Umkehrschluss zum Beispiel an einer Latexallergie, ist es möglich, dass du auch auf gekochte Kartoffeln allergisch reagierst.
Kontaktiere zu dem Thema am besten deinen Arzt. Zusammen könnt ihr herausfinden, gegen welche Lebensmittel du besonders allergisch oder unverträglich reagierst.
Die Symptome einer Kartoffel-Unverträglichkeit
Kannst du die Kartoffel ohne Probleme anfassen und essen ohne Krankheitssymptome zu verspüren? In dem Fall bist du nicht von einer Kartoffel-Unverträglichkeit betroffen.
Betroffene verspüren bereits beim Verarbeiten der Kartoffel erste Krankheitssymptome. Meistens fangen die Hände an zu jucken oder es bildet sich ein Hautausschlag. Wenn die Symptome sofort nach dem Kontakt auftreten, handelt es sich höchstwahrscheinlich um eine Kartoffelallergie.
Die Krankheitssymptome einer Unverträglichkeit treten erst später auf. Manchmal kann es bis zu mehreren Tagen dauern bis die Symptome zum Vorschein kommen. Eine Unverträglichkeit ist deshalb sehr schwierig zu diagnostizieren.
Treten deine Symptome immer wieder auf? Suche einen Arzt auf. Gemeinsam könnt ihr der Ursache auf den Grund gehen.
Typische Krankheitssymptome einer Unverträglichkeit sind meistens Übelkeit, Durchfall, Erbrechen, aber auch Abgeschlagenheit oder Müdigkeit. Die Beschwerden sollten in jedem Fall mit einem Arzt abgeklärt werden. Eventuell liegt die Ursache für deine Krankheitssymptome auch bei einem organischen Problem. Spreche deshalb unbedingt mit einem Arzt.
Die Symptome einer Kartoffelallergie
Bei einer Allergie sind die Beschwerden in den meisten Fällen deutlich intensiver als bei einer Unverträglichkeit. Sie treten meistens zuerst oral auf. Das bedeutet, die Beschwerden treten meist erst um den Mundbereich auf.
Dabei kann es sich, um Juckreiz um den Mund handeln oder die Lippen beginnen anzuschwellen. Die Zunge ist oft ebenfalls betroffen.
Kopfschmerzen, eine laufende oder verstopfte Nase, tränende Augen und Hautausschläge zählen zu den klassischen Symptomen einer Kartoffelallergie.
Wenn du an Symptomen wie, den oben genannten leidest, musst du dringend einen Arzt aufsuchen. Die Beschwerden einer Kartoffelallergie sind meist deutlich harmloser als bei einer Nuss-Allergie, sie können dennoch schnell lebensbedrohlich werden.
Diese kann lebensbedrohliche Beschwerden auslösen. Dein Hals kann zuschwellen oder es kann zu allgemeinen Schwellungen im Rachenbereich kommen. Dies führt zu Atemnot.
Nachdem die Beschwerden einmal aufgetreten sind, solltest du in jedem Fall einen Allergie-Test machen. Dieser bringt Klarheit darüber, gegen welche Lebensmittel du tatsächlich allergisch bist.
Dies gibt dir außerdem die Möglichkeit, dass das nicht noch einmal vorkommt. Du bist dadurch auf der sicheren Seite, da du nun weißt, wogegen du allergisch bist und diese Lebensmittel gezielt meiden kannst.
Wie gefährlich ist eine Kartoffelallergie?
Jede Allergie, die zu Atemnot führen kann ist gefährlich. Es könnte im schlimmsten Fall zu einer lebensbedrohlichen Situation kommen. Vor allem, wenn der Hals und Rachen betroffen sind, kann die Atmung durch die allergische Reaktion beeinflusst werden.
Die Kartoffelallergie kann außerdem Beschwerden wie Nesselsucht hervorrufen. Die Symptome können sich jederzeit verschlimmern. Der Schweregrad der Symptome kann von niemandem beeinflusst werden.
Wenn du weißt, dass du gegen Kartoffeln allergisch bist, solltest du diese zwingend vermeiden. Dein Arzt kann dir außerdem ein prophylaktisches Antiallergikum verschreiben, dass du zur Sicherheit immer mit dir führen kannst.
Eine allergische Reaktion wird nur in den wenigstens Fällen zu einem Notfall. Der Vorteil der Reaktion ist, dass sie sich langsam ankündigt und die Symptome dann immer schlimmer werden. Meistens beginnt eine allergische Reaktion mit Symptomen wie Juckreiz, Kribbeln im Körper, Kopfschmerzen oder Schluckbeschwerden.
Es gibt allerdings ein paar Symptome, bei denen du dringend einen Notarzt rufen musst. Wenn du feststellst, dass der Puls sich abflacht, die Atemwege verkrampfen, die Lippen sich blau färben oder die Haut kalt und blass wird.
Es kann niemand einschätzen, wie schlimm die Symptome noch werden. Gehe deshalb lieber auf Nummer Sicher und rufe einen Arzt.
Was kannst du bei einer Kartoffelallergie tun?
Hast du den Verdacht, dass du gegen Kartoffeln allergisch bist? Lasse dich unbedingt bei einem Arzt testen. Er kann herausfinden, ob du tatsächlich an einer Allergie leidest. Probiere nicht selbst aus, ob du ein Lebensmittel nicht verträgst.
Die allergische Reaktion kann im schlimmsten Fall deutlich intensiver sein, als du gedacht hättest. Eine allergische Reaktion kann lebensbedrohlich werden. Das gilt übrigens für alle Allergien, nicht nur bei einer Kartoffelallergie.
Kartoffel-Unverträglichkeit testen
Am besten kontaktierst du deinen Arzt, wenn du das Gefühl hast, dass du an einer Allergie oder Unverträglichkeit leidest.
Der Arzt kann dich körperlich untersuchen. Dadurch kann er andere organische oder körperliche Ursachen direkt ausschließen.
Die gängigste Form des Allergie-Tests ist ein sogenannter Hauttest. Der Hauttest wird auch als Pricktest bezeichnet. Dadurch kann die Reaktion auf ein bestimmtes Lebensmittel nachgewiesen werden. Bei dem Test bringt der Arzt eine kleine Menge des allergischen Stoffes auf deine Haut auf. Dabei wird mit einer Nadel deine Haut eingestochen, um den Stoff unter deine Hautoberfläche zu bringen. Keine Sorge! Die Menge ist dabei gering und du wirst zu jeder Zeit medizinisch überwachst, sodass in einem Notfall sofort reagiert werden kann. Der Test tut nicht weh und ist schnell erledigt.
Daneben wird dir eine Lösung aus Wasser aufgetragen und zusätzlich eine Lösung mit Histamin zur Kontrolle. Der Test wurde dann erfolgreich durchgeführt, wenn bei der wässrigen Lösung keine Reaktion stattgefunden hat. Die Fläche, in der das Histamin aufgetragen wurde, sollte eine Reaktion vorweisen.
Ob eine Überempfindlichkeit vorliegt, kann der Arzt dann daran erkennen, ob in einem bestimmten Bereich Rötungen oder Quaddeln aufgetreten sind. Deine Allergie ist dadurch bestätigt.
Eine weitere Möglichkeit ist ein oraler Test. Dabei wird dir eine kleine Menge Kartoffeln zugeführt. Du bist in der gesamten Zeit in der Arztpraxis und wird medizinisch überwacht. Falls du hierbei keine Symptome zeigst, kannst du die Kartoffel weiterhin zu dir nehmen.
Der Bluttest kann Aufschluss über verschiedene Allergien und Unverträglichkeiten geben. Nach der Blutabnahme wird dein Blut im Labor auf Antikörper untersucht. Der Vorteil des Bluttests ist außerdem, dass direkt mehrere Lebensmittel getestet werden können.
Was ist die Eliminierungsdiät?
Mit der Eliminierungsdiät kann herausgefunden werden, ob du an einer Unverträglichkeit gegen Kartoffeln leidest. Dazu musst du dich an einen bestimmten Ernährungsplan halten. Hierbei musst du besonders konsequent sein.
Verzichte auf alle Lebensmittel, die Kartoffeln enthalten. Dadurch kann der Verdacht einer Unverträglichkeit verstärkt werden. Die Eliminierungsdiät muss für mindestens zwei Wochen durchgeführt werden. Besser eignet sich ein Zeitraum von mindestens vier Wochen.
Bei der Eliminierungsdiät kann allerdings nicht zwischen einer Allergie und einer Unverträglichkeit unterschieden werden. Sie ist deshalb nicht aussagekräftig und kann nur als Unterstützung genutzt werden, um einen Hinweis auf das unverträgliche Lebensmittel zu erhalten.
Das solltest du bei einer Kartoffel-Unverträglichkeit beachten
Wenn du an einer Kartoffel-Unverträglichkeit leidest, musst du beim Einkaufen jedes Etikett ganz genau lesen. Kartoffeln kommen in vielen Lebensmitteln vor. Die Stärke dient oft als Verdickungsmittel in Soßen, Brot oder anderen verarbeiteten Lebensmitteln.
Im Restaurant musst du deshalb die Bedienung unbedingt auf deine Unverträglichkeit hinweisen. Verdeutliche unbedingt, dass du an einer Allergie, beziehungsweise einer Unverträglichkeit leidest.
Kartoffeln kommen in vielen verarbeiteten Lebensmitteln vor. Sie werden in Eintöpfen, Suppen oder Soßen als Bindemittel benutzt. In Backwaren kann es sein, dass Weizenmehl durch Kartoffelmehl ersetzt wurde.
Wusstest du, dass selbst Süßigkeiten manchmal Kartoffeln enthalten? Kartoffelstärke wird in der Süßwarenindustrie als Verdickungsmittel eingesetzt. Käse kann ebenfalls Kartoffelstärke enthalten.
Bei einer Kartoffel-Unverträglichkeit musst du übrigens nicht nur auf feste Lebensmittel achten. Selbst in Wodka können Kartoffeln vorkommen. Viele Wodka-Sorten werden tatsächlich aus Kartoffeln hergestellt.
Je nachdem wie stark deine Überempfindlichkeit oder Unverträglichkeit ist, musst du zudem beachten, dass deine Mahlzeiten nicht in derselben Pfanne zubereitet wurden in der zuvor Kartoffeln gebraten oder gekocht wurden. Wenn du eine hohe Sensibilität aufweist, kann ein übrig gebliebener Hauch der Kartoffel bereits ausreichen, um Beschwerden auszulösen.
Quellen
- https://www.digestio.de/de/essen-und-trinken/unvertraglichkeiten/kartoffel-unvertraeglichkeit
- https://www.apotheken.de/krankheiten/4317-nahrungsmittel-unvertraeglichkeiten-und-nahrungsmittel-allergien
- https://medlexi.de/Kartoffel
- https://www.proplanta.de/ratgeber/ernaehrung/vorsicht-beim-verzehr-von-kartoffelschalen_tipps1524571804.html
- https://www.stern.de/gesundheit/gesund-leben/krank-durch-kartoffeln–wie-sich-eine-familie-selbst-vergiftete-8157098.html
- https://www.focus.de/gesundheit/videos/sie-moegen-kartoffeln-diese-kochtipps-sollten-sie-kennen-damit-sie-sich-nicht-an-kartoffeln-vergiften_id_5417825.html